Mähroboter für Hanglage: welcher Steigungswert wirklich entscheidet

24. August 2026 · 18 min

Ein Mähroboter hat zwei Steigungsangaben, und beworben wird die höhere. Für einen Hang zählt die niedrigere — beim Segway Navimow i105E stehen 30 % in der Fläche gegen 10 % an der Grenze, und bei 19 von 30 ausgewerteten Modellzeilen steht dieser zweite Wert nirgends.

9 von 11

Bei neun der elf Modelle mit belegtem Randwert liegt dieser unter der Steigung, die für die Fläche gilt.

Die Lücke

Bei 19 von 30 ausgewerteten Modellzeilen nennt der Hersteller überhaupt keinen Randwert.

Drei von zwölf Herstellern

Segway nennt ihn in 6 von 6 ausgewerteten Modellzeilen, Mammotion in 4 von 5, Dreame in 1 von 3. Bei den neun übrigen Herstellern haben wir keinen einzigen gefunden.

Die Station

Mammotion verlangt für die Ladefläche vor der Station weniger als 5° — rund 9 %.

Ein Hanggrundstück zeigt besonders deutlich, wie wenig eine einzelne Steigungsangabe aussagt. „Bis 45 % Steigung" klingt nach einer klaren Grenze. Bei mehreren Herstellern ist sie es nicht — weil sie sich auf die Fläche bezieht und für den Rand ein eigener Grenzwert gelten kann.

Und der Rand ist genau die Stelle, an der ein Hanggarten anders aussieht als ein flacher: die Böschung zur Terrasse, die Kante zum Nachbargrundstück, der Absatz oberhalb der Stützmauer.

Es gibt gute Vergleiche zu Hangmähern. In den von uns ausgewerteten fiel dasselbe Problem auf: Sie messen Mähleistung, Schnittbild und Lautstärke — und übernehmen bei der Steigung die eine Zahl, die der Hersteller bewirbt. Der zweite Wert steht, wenn er ausgewiesen wird, meist erst in der Betriebsanleitung oder einer detaillierten Spezifikationstabelle.

Zuerst: wie steil ist dein Hang wirklich?

Fast alle Herstellerangaben stehen in Prozent, viele Gartenbeschreibungen in Grad. Das sind zwei verschiedene Zahlen für dieselbe Sache, und sie werden regelmäßig verwechselt.

Steigung in Prozent = Höhenunterschied ÷ waagerechte Strecke × 100

Ein Meter Höhe auf zwei Meter waagerechte Strecke sind 50 % — und nicht 50°. 50° wären mehr als doppelt so steil.

ProzentGrad
10 %5,7°
15 %8,5°
20 %11,3°
25 %14,0°
30 %16,7°
40 %21,8°
45 %24,2°
50 %26,6°
55 %28,8°
80 %38,7°
100 %45,0°

Eigene Umrechnung. 100 % sind genau 45°, nicht senkrecht.

So misst du mit einfachen Mitteln: Eine gerade Latte oder ein Brett waagerecht an den Hang halten — mit einer Wasserwaage prüfen, dass sie wirklich waagerecht liegt. Dann den Abstand vom unteren Lattenende zum Boden messen. Das ist der Höhenunterschied, die Lattenlänge ist die waagerechte Strecke.

Miss zwei Stellen getrennt: die Fläche, auf der das Gerät mähen soll, und die steilste Stelle an der Grenze dieser Fläche. Warum das zwei verschiedene Zahlen braucht, steht im nächsten Abschnitt.

Zwei Werte — wo der Hersteller sie überhaupt trennt

Einige Hersteller unterscheiden in ihren Spezifikationstabellen ausdrücklich zwischen zwei Angaben:

  • Steigung in der Fläche (englisch „Max. Incline Inside Working Area" oder „Max. Slope") — was das Gerät beim Mähen an einem Hang fährt.
  • Steigung am Rand (englisch „Max. Incline at Boundary" oder „Max. Slope at the Edge") — was es dort schafft, wo die Mähfläche endet.

Auf Produktseiten und in Werbeaussagen steht fast immer der Flächenwert. Wo ein eigener Randwert existiert, findet man ihn meist erst in der Betriebsanleitung oder in einer Spezifikationstabelle.

Warum der Rand in der Praxis häufig der kritischere Fall ist — das ist unsere Einordnung, keine Herstellerdefinition: Dort muss das Gerät nicht nur Traktion halten, sondern zugleich die Grenze der Mähfläche einhalten und ihr folgen.

Das sind die belegten Randwerte

Alle Zahlen aus den Betriebsanleitungen und Spezifikationstabellen der Hersteller. Sortiert nach dem Randwert, weil er im Hanggarten entscheidet.

Unsere Auswertung umfasst 30 Modellzeilen; der Navimow i105E und der i108E teilen sich eine davon, weil das Handbuch beide Geräte gemeinsam führt.

ModellFlächeRandRand in Grad
Segway Navimow i105E / i108E30 %10 %5,7°
Mammotion Yuka mini 2 80045 %20 %11,3°
Segway Navimow i208 LiDAR45 %25 %14,0°
Segway Navimow H210E45 %25 %14,0°
Segway Navimow X330E50 %25 %14,0°
Dreame Roboticmower A145 %27 %15,1°
Mammotion Luba mini 2 AWD 100080 %40 %21,8°
Mammotion Luba 3 AWD 300080 %40 %21,8°
Mammotion Luba 2 AWD ⚠80 %45 %24,2°
Segway Navimow i210 AWD45 %45 % \*24,2°
Segway Navimow i210 LiDAR Pro55 %55 % \\28,8°

**\ i210 AWD: Betriebsanleitung der i2-AWD-Reihe, Fassung 260109-A. Die Zeile „Max. Incline at Boundary" gilt dort reihenweit für i205, i206, i208 und i210 AWD.
\
\ i210 LiDAR Pro: Betriebsanleitung der i2-LiDAR-Pro-Reihe, Fassung 260225-A*, gültig für i210 und i220 LiDAR Pro.

Die übrigen Segway-Werte stammen aus der Betriebsanleitung der i-Serie (i105E/i108E), der i2-LiDAR-Reihe (Fassung 260126-A, gültig für i208, i210, i215 und i220 LiDAR) sowie den Handbüchern der H2- und der X3-Reihe, jeweils in deutscher und englischer Fassung.

Bei 19 von 30 Modellzeilen unserer Auswertung fehlt der Randwert. Betroffen sind alle fünf ausgewerteten Ecovacs-Modelle, alle drei eufy-Modelle, zwei der drei Dreame-Modelle, der Mammotion Yuka 2000 — in dessen Spezifikationstabelle die Zeile „Max. Slope at the Edge" überhaupt nicht vorkommt — sowie Worx, Kress, beide Sunseeker-Modelle, Anthbot, Airseekers, MOVA und Lymow.

Wo er fehlt, wissen wir nicht, ob der Hersteller intern eine eigene Grenze kennt oder ob für Fläche und Rand derselbe Wert vorgesehen ist. Wir schätzen ihn nicht.

Dieselbe Modellnummer, fast der doppelte Randwert

Das ist die Stelle, an der ein Vergleich im Laden oder im Preisportal schiefgeht.

Segway führt den „i208" zweimal — einmal in der i2-AWD-Reihe, einmal in der i2-LiDAR-Reihe. Beide nennen 45 % in der Fläche. Am Rand trennt sie fast das Doppelte:

BezeichnungBaureiheFlächeRand
Navimow i208 AWDi2 AWD45 %45 %
Navimow i208 LiDARi2 LiDAR45 %25 %

Die Werte stehen in zwei verschiedenen Betriebsanleitungen und gelten dort jeweils für die ganze Reihe.

Wer nur die Zahl im Namen vergleicht, vergleicht das Falsche. Der Zusatz hinter der Nummer — AWD, LiDAR, LiDAR Pro — ist bei diesem Hersteller keine Ausstattungsvariante, sondern eine andere Baureihe mit einem eigenen Handbuch.

Das Gegenbeispiel: warum die höhere Zahl nicht das bessere Hanggerät ist

Drei Vergleiche, alle aus der Tabelle oben:

Zwei Geräte mit demselben Flächenwert liegen am Rand um mehr als das Doppelte auseinander. Der Mammotion Yuka mini 2 800 und der Segway Navimow i210 AWD nennen beide 45 % in der Fläche. Am Rand nennt der eine 20 %, der andere 45 %. Wer nach der beworbenen Zahl auswählt, sieht diesen Unterschied nicht.

Der höchste Flächenwert unserer ganzen Auswertung nützt am Rand nichts. Für den Lymow One werden 100 % — 45° angegeben, übereinstimmend auf der Herstellerseite und in drei weiteren Quellen; es ist der höchste Wert, den wir gefunden haben. Einen Randwert nennt keine der für uns erreichbaren Unterlagen — die Betriebsanleitung war trotz mehrerer Anläufe nicht zu beschaffen. Für eine Fläche mit Böschung an der Grenze ist das Gerät damit nach unseren Unterlagen nicht beurteilbar.

Und Allrad ist keine Steigungsangabe. Der Segway Navimow i210 AWD trägt den Allradantrieb im Namen und nennt 45 % in der Fläche. Der i210 LiDAR Pro nennt 55 %. Umgekehrt gilt aber auch: Die drei höchsten Flächenwerte mit belegtem Randwert — dreimal 80 % — stammen alle aus der Mammotion-Luba-Reihe, und alle drei tragen AWD im Namen. Allrad kann bei der Traktion helfen — es ersetzt aber den Blick in die Spezifikationstabelle nicht.

Zwei Modelle bilden die Ausnahme: Beim Navimow i210 AWD (45 %/45 %) und beim i210 LiDAR Pro (55 %/55 %) nennt der Hersteller für Fläche und Rand denselben Wert.

Wir leiten daraus keine Schätzformel für die übrigen Geräte ab. Bei den elf belegten Modellen liegt der Randwert zwischen einem Drittel und dem vollen Flächenwert. Diese Spanne ist zu breit, um daraus auf ein unbelegtes Gerät zu schließen.

Die zweite Grenze am Hang: die Ladestation

Das übersehen die meisten Hangbesitzer, und es entscheidet die Installation genauso hart wie die Steigung selbst: Die Ladestation braucht eine deutlich flachere Fläche, als das Gerät fahren kann.

Mammotion schreibt für den Yuka 2000 wörtlich: „The charging area (1x1 m/3x3 feet in front of the charging station) should be free from significant bumps. The slope must be less than 5°."

Der Mäher selbst ist mit 45 % in der Fläche angegeben, die Ladefläche dagegen mit weniger als 5° — das sind rund 9 %.

Sunseeker verlangt für den Elite X5 AWD, die Station „on an open flat non-hardened ground" aufzustellen, und fordert 1,5 m Hindernisfreiheit davor. Mammotion verlangt für den Luba mini 2 AWD 1000 einen Freiraum von 1,5 m nach links, rechts und vorn — in der deutschen und der englischen Fassung wörtlich gleich.

Praktisch heißt das: Am Hang brauchst du für viele Modelle eine nahezu ebene Ladefläche. Entweder gibt es bereits eine geeignete flache Ecke, oder die Standfläche muss vorbereitet werden — groß genug für die Station plus den geforderten Freiraum davor.

Wie sie aufgebaut werden darf, hängt vom Hersteller ab. Sofern der Hersteller einen befestigten Untergrund zulässt, kann sich dafür ein Plateau aus Platten anbieten. Sunseeker verlangt für den Elite X5 AWD dagegen ausdrücklich einen ebenen, nicht befestigten Untergrund. Am Hang ist also nicht nur die Neigung modellabhängig, sondern auch der Untergrund.

Welche Innenmaße eine Garage über der Station braucht und warum je Achse der größere Wert aus Mäher und Station zählt, steht in Mährobotergarage kaufen: welche Größe zu welchem Gerät passt.

Gewicht, Traktion und Spuren im Rasen

Am Hang wird das Gewicht zum eigenen Thema. Die von uns ausgewerteten Geräte reichen von 8,7 kg (Sunseeker Elite X3 Plus) bis über 30 kg. Beim Lymow One sind die veröffentlichten Gewichtsangaben widersprüchlich; je nach Quelle liegen sie zwischen 32 und 36,5 kg — ob sich das auf Modellstände, Akku oder Versandgewicht bezieht, ist nicht angegeben.

Das Gewicht allein sagt aber noch nicht, wie stark ein Gerät den Rasen belastet. Reifenbreite, Wendestrategie, Antrieb und Bodenfeuchte spielen mit.

ModellHerstellerangabe FlächeBeobachtung aus Fremdvergleichen
Mammotion Yuka45 %fuhr 60-%-Hänge
Dreame A145 %bis rund 60 % erfolgreich
Mammotion Luba 2 AWD80 %bestätigt, mit sichtbaren Rasenspuren beim Wenden
Dreame A250 %setzt an starken Steigungen zurück, Radschlupf hinterlässt Spuren

Die Herstellerangabe bleibt die maßgebliche Spezifikation für den vorgesehenen Einsatz. Die Beobachtungen erklären aber, warum Nutzerberichte oft optimistischer klingen als Datenblätter.

Wenn der Hersteller sich selbst widerspricht

Bei zwei Geräten nennt eufy zwei Zahlen, die nicht zusammenpassen.

Der eufy E15 und der eufy E18 werden mit „18° (40 %)" geführt. Mathematisch entsprechen 18° aber rund 32,5 %, nicht 40 %.

Da eufy denselben Winkel beim eigenen Schwestermodell korrekt umrechnet, spricht alles für einen Umrechnungsfehler: Für den eufy C15 schreibt derselbe Hersteller „Steigungsfähigkeit: bis 18° (32 % Gefälle)", auf seiner Vergleichsseite sogar „32,5 % / 18°".

Dazu kommt: Die Spezifikationstabelle auf der Produktseite nennt für den E15 nur „Maximum Slope: 18°" — ohne Prozentangabe. Die 40 % tauchen dort ausschließlich in einem Vergleichsabschnitt auf.

Für die Praxis würden wir bis zu einer Herstellerkorrektur mit 18° beziehungsweise rund 32,5 % rechnen. Der Unterschied von rund 7,5 Prozentpunkten entscheidet an einer Böschung darüber, ob das Gerät nach Herstellerangabe noch vorgesehen ist. Welche der beiden Zahlen der Hersteller ändern wird, wissen wir nicht.

Einen Randwert nennt eufy für keines seiner drei Geräte.

Mähroboter für Hanglage ohne Begrenzungskabel

Alle 30 von uns ausgewerteten Modellzeilen betreffen Geräte, die ohne Begrenzungskabel arbeiten. Zu Geräten mit Kabel können wir aus eigener Auswertung nichts sagen.

Am Hang kommt zur Steigungsfrage die Frage nach der Navigation dazu: Bei vielen Hanggärten kommen Hecken, Stützmauern oder Baumreihen hinzu, die die Satellitensicht einschränken können. Satellitengestützte Systeme verlieren dort an Zuverlässigkeit.

Welche der vier Navigationsarten in welchen Garten passt, welche eine eigene RTK-Antenne braucht und was unter Baumkronen tatsächlich passiert, steht in Mähroboter mit GPS ohne Begrenzungskabel: welche Technik zu welchem Garten passt.

Für den Hang selbst ist dort ein Punkt wichtig: Wo eine lokale RTK-Antenne vorgesehen ist, verlangen die Handbücher 2 bis 3 m Abstand zu Haus, Baum und Wand — und freien Blick nach oben. An einem Hang mit Stützmauer oder Hecke am oberen Rand ist genau dieser Platz oft der schwierigste Teil der Installation.

Die Prüfliste vor dem Kauf

  1. 1

    Die Fläche messen

    Latte waagerecht an den Hang, Abstand zum Boden am unteren Ende messen. Höhe geteilt durch Lattenlänge, mal 100 — das ist die Steigung in Prozent.

  2. 2

    Die steilste Stelle an der Grenze getrennt messen

    Böschung zur Terrasse, Kante zum Nachbargrundstück, Absatz über der Stützmauer. Das ist die Zahl, die im Hanggarten entscheidet — besonders dort, wo Böschungen an Terrasse, Stützmauer oder Grundstücksgrenze liegen. Sie kann deutlich steiler ausfallen als die übrige Fläche.

  3. 3

    Die vollständige Modellbezeichnung notieren

    Nicht „i208", sondern „i208 LiDAR" oder „i208 AWD". Der Zusatz steht für eine andere Baureihe mit eigenem Handbuch — und beim Randwert für 25 % gegen 45 %.

  4. 4

    Im Handbuch nach der Randzeile suchen

    Englisch heißt sie „Max. Incline at Boundary" oder „Max. Slope at the Edge". Steht sie nicht in der Spezifikationstabelle, weist dieser Hersteller für dieses Modell keinen eigenen Randwert aus.

  5. 5

    Fehlt der Randwert: schriftlich nachfragen

    Beim Hersteller oder Händler nach dem Grenzwert für den Rand fragen und die Antwort schriftlich geben lassen. Eine mündliche Zusage hilft später nicht.

  6. 6

    Den Platz für die Ladestation prüfen

    Nahezu eben, mit Freiraum davor. Mammotion verlangt für den Yuka 2000 weniger als 5° auf der Ladefläche — das sind rund 9 %. Am Hang heißt das häufig: flaches Plateau anlegen.

  7. 7

    Über den Hang nach oben schauen

    Hecke, Stützmauer, Baumreihe am oberen Rand? Dann vorher klären, ob das Gerät Satellitensicht braucht — und ob es überhaupt eine Antenne vorsieht.

  8. 8

    Die Einheit hinter der Zahl lesen

    Prozent oder Grad. 50 % sind 26,6°, nicht 50°. Wer beides verwechselt, hält ein passendes Gerät für ungeeignet — oder umgekehrt.

Häufige Fragen

Wie viel Steigung schafft ein Mähroboter?

Bei den von uns ausgewerteten Geräten reichen die Herstellerangaben für die Fläche von 30 % bis 100 %. Für den Rand der Mähfläche liegen die belegten Werte deutlich niedriger: zwischen 10 % beim Segway Navimow i105E und 55 % beim Navimow i210 LiDAR Pro.

Reicht die beworbene Steigungsangabe für meinen Hang?

Nicht unbedingt, wenn an der Grenze der Mähfläche eine Böschung liegt. Bei den von uns ausgewerteten Modellen bezieht sich die beworbene Zahl auf die Steigung in der Fläche. Mehrere Hersteller führen für die Grenze eine eigene Zeile, und die liegt bei neun von elf belegten Modellen darunter — beim Navimow i105E bei einem Drittel.

Was ist die Randsteigung?

Die maximale Steigung an der Grenze der Mähfläche. Dort muss das Gerät nicht nur Traktion halten, sondern zugleich die Grenze einhalten und ihr folgen. In englischen Handbüchern heißt die Zeile „Max. Incline at Boundary" oder „Max. Slope at the Edge".

Steht die Randsteigung im Datenblatt?

Bei 19 von 30 ausgewerteten Modellzeilen nein — weder im Handbuch noch auf der Produktseite. Vollständig führt sie nur Segway Navimow — in allen 6 ausgewerteten Modellzeilen. Mammotion nennt sie in 4 von 5, Dreame in 1 von 3. Bei Ecovacs, eufy, Worx, Kress, Sunseeker, Anthbot, Airseekers, MOVA und Lymow haben wir keinen einzigen Randwert gefunden.

Warum haben zwei Mähroboter mit derselben Nummer verschiedene Werte?

Weil die Nummer allein die Baureihe nicht bestimmt. Segway führt einen „i208 AWD" und einen „i208 LiDAR" — beide mit 45 % in der Fläche, aber mit 45 % gegen 25 % an der Grenze. Die Werte stehen in zwei verschiedenen Betriebsanleitungen. Achte beim Vergleichen auf den Zusatz hinter der Zahl.

Braucht ein Mähroboter für Hanglage Allrad?

Nicht zwangsläufig. Der Segway Navimow i210 AWD trägt Allrad im Namen und nennt 45 % in der Fläche, der i210 LiDAR Pro nennt 55 %. Umgekehrt stehen die drei höchsten Flächenwerte mit belegtem Randwert bei den allradgetriebenen Mammotion-Luba-Modellen. Allrad kann bei der Traktion helfen, ersetzt aber die Spezifikationstabelle nicht.

Welcher Mähroboter schafft die steilste Böschung?

Von den Geräten mit belegtem Randwert nennt der Segway Navimow i210 LiDAR Pro mit 55 % (28,8°) den höchsten. Danach folgen der Navimow i210 AWD und der Mammotion Luba 2 AWD mit je 45 %. Das ist eine Aussage über unsere Auswertung, nicht über den gesamten Markt.

Wie rechne ich Grad in Prozent um?

Prozent sind Höhenunterschied geteilt durch waagerechte Strecke mal 100. 10 % sind 5,7°, 30 % sind 16,7°, 50 % sind 26,6°, 100 % sind genau 45°. Ein Hang von 100 % ist also kein senkrechter Hang.

Kann die Ladestation am Hang stehen?

Nur auf einer ausreichend flachen Fläche — und die Anforderungen sind modellabhängig. Mammotion verlangt für den Yuka 2000 auf der Ladefläche vor der Station weniger als 5° — rund 9 % — und einen Bereich von 1 × 1 m ohne größere Unebenheiten. Sunseeker verlangt für den Elite X5 AWD ebenen, nicht befestigten Untergrund und 1,5 m Freiraum davor. Am Hang läuft das häufig darauf hinaus, eine eigene flache Standfläche anzulegen.

Hinterlässt ein Mähroboter am Hang Spuren im Rasen?

Das ist in Fremdvergleichen mehrfach beschrieben worden: beim Mammotion Luba 2 AWD sichtbare Spuren beim Wenden, beim Dreame A2 Radschlupf an starken Steigungen. Die Geräte unserer Auswertung wiegen zwischen 8,7 kg und über 30 kg — das Gewicht allein entscheidet aber nicht, wie stark der Rasen belastet wird.

Gibt es Mähroboter für Hanglage ohne Begrenzungskabel?

Ja. Alle 30 von uns ausgewerteten Modellzeilen betreffen kabellose Geräte. Am Hang lohnt aber der zweite Blick auf die Navigation: Böschungen liegen oft an Hecken, Mauern und Baumreihen, und satellitengestützte Systeme verlieren dort an Zuverlässigkeit.

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