Rasenkante für Mähroboter: wie breit sie sein muss, damit er sie befährt

8. September 2026 · 18 min

Im Handel werden 9 und 12 cm breite Kanten als ausreichend beworben. Die Geometrie sagt etwas anderes: Zwischen Gehäuserand und Schnittkreis liegen je nach Gerät 5,7 bis 10,5 cm, und an einer hohen Wand kommt der Abstand dazu, den der Hersteller vorschreibt. Husqvarna nennt dort 35 cm Kabelabstand und 20 cm, die ungemäht bleiben. Als Planungsgröße für eine befahrbare Kante haben sich 16 bis 20 cm eingebürgert.

16 bis 20 cm

Eine häufig genannte Breite für befahrbare Mähkanten in den ausgewerteten Praxisempfehlungen. Ein allgemeines Hersteller-Mindestmaß ist das nicht.

nahezu niveaugleich

Der Übergang zwischen Kante und Grasnarbe. Als noch befahrbar gilt in den ausgewerteten Unterlagen ein Höhenunterschied um etwa einen Zentimeter.

5,7 bis 10,5

Zentimeter Randstreifen bleiben je nach Gerät stehen — gerechnet aus Gehäuse- und Schnittbreite von vier Modellen.

35 und 20

Zentimeter: So weit muss das Begrenzungskabel laut Husqvarna von einer mindestens 5 cm hohen Wand entfernt liegen — und so breit bleibt der Streifen, der dort nicht gemäht wird.

Klassische Mähroboter mit innenliegendem Mähteller mähen konstruktionsbedingt nicht vollständig bis an eine hohe Kante. Der Schnittkreis liegt bei diesen Geräten konstruktiv innerhalb der Gehäusekontur — ein frei liegendes Messer wäre eine offene Verletzungsgefahr. Zwischen Gehäuserand und Schnittkreis bleibt deshalb ein Abstand — und der wird an jeder Mauer, jedem Zaun und jedem Beet als ungemähter Streifen sichtbar.

Eine befahrbare Rasenkante löst das, indem sie den Roboter ein Stück nach außen versetzt: Er fährt mit einem Rad auf die Kante, das Messer ragt über den Rasenrand hinaus.

Damit das funktioniert, muss die Kante zwei Maße einhalten. Die Breite ist das offensichtliche. Die Höhe ist das, an dem die meisten Selbstbau-Lösungen scheitern.

Was im Handel steht — und was die Geometrie sagt

Wer nach einer Rasenkante für den Mähroboter sucht, findet Produktbeschreibungen wie diese:

„Mit 12 cm Breite bietet sie ausreichend Platz, damit ein Rad des Mähroboters problemlos darauf fahren kann"

Ein anderer Anbieter bewirbt eine Mähkante mit 9 cm Oberfläche für denselben Zweck.

Das ist nicht falsch, aber es beantwortet die falsche Frage. 12 cm reichen, damit ein Rad darauf steht. Sie reichen nicht, um den ungemähten Streifen an einer hohen Wand zu schließen — dafür zählt nicht die Radbreite, sondern der Abstand zwischen Gehäuserand und Messer, und zusätzlich der Abstand, den der Hersteller zum Hindernis vorschreibt.

Beides lässt sich beziffern.

Warum überhaupt ein Rand stehen bleibt

Sitzt die Schneidscheibe mittig im Gehäuse, gilt:

ungemähter Streifen = (Gehäusebreite − Schnittbreite) ÷ 2

ModellGehäusebreiteSchnittbreiteRechnerischer Randstreifen
Mammotion Luba 2 AWD513 mm400 mmrund 5,7 cm
Ecovacs Goat O800 RTK400 mm220 mmrund 9 cm
Segway Navimow i105E / i108E385 mm180 mmrund 10 cm
Ecovacs Goat O600 RTK400 mm190 mmrund 10,5 cm

Beim ausgewerteten Luba 2 AWD ist der rechnerische seitliche Abstand zwischen Gehäuse und Schnittkreis kleiner als bei den drei anderen Modellen — der Unterschied zwischen 5,7 und 10,5 cm ist der zwischen einem kaum sichtbaren Rand und einem deutlich sichtbaren Streifen.

Schematischer Querschnitt durch eine Rasenkante: links ein Mähroboter am Rasen vor einer Mauer mit ungemähtem Grasstreifen, rechts derselbe Roboter mit einem Rad auf einer breiten befahrbaren Randsteinkante, dessen Schnittkreis über die Grasgrenze hinausreicht.
Schnitt quer zur Rasenkante. Gehäuse- und Schnittbreite maßstäblich nach den Herstellerangaben für Segway Navimow i105E/i108E; Mauer, Kante und Erdreich schematisch. Eigene Darstellung.

Was der Hersteller dazu sagt

Husqvarna nennt in den Betriebsanleitungen mehrerer Automower-Modelle einen konkreten Wert. Grenzt ein Hindernis von mindestens 5 cm Höhe an den Arbeitsbereich — eine Wand oder ein Zaun —, soll das Begrenzungskabel in 35 cm Abstand darum verlegt werden. Und weiter:

„Ein Bereich von 20 cm um das festgelegte Hindernis wird nicht gemäht."

Das ist keine Schätzung, sondern eine Herstellerangabe — und sie steht gleichlautend in den Anleitungen der Reihen 310/315, 405X/415X, 420/430X/440/450X und 320 Nera.

Ein Praxisbeispiel dazu: Ein Forumsnutzer, der seine Kante für einen Bosch Indego gebaut hat, rechnete mit 16 bis 18 cm zu kompensierendem Rand — dieselbe Größenordnung, aus eigener Erfahrung statt aus dem Handbuch.

Vor einer hohen Wand sind 10 oder 12 cm bei vielen Installationen deshalb zu wenig, weil zusätzlich zum Schnittkreis der vorgeschriebene Abstand des Geräts zum Hindernis dazukommt.

Die Breite: 16 bis 20 cm als Planungsgröße

Die Kante muss so breit sein, dass das Rad sicher darauf geführt wird. Als praktische Planungsregel wird dabei meist eine vollständige Radauflage angesetzt — steht das Rad nur halb auf der Kante, kippt das Gerät zur Seite oder rutscht ab.

QuelleEmpfehlung
Segway Navimow, Herstellerratgeber20 bis 25 cm
Forumsnutzer fairplay53„10 cm sind zu wenig. 2 × 10 cm sollte für die meisten Robis reichen."
Forumsnutzer Schweizer16 cm, aber als ein Stein
Moderator TW_Stuttgart20 cm breite, 1 m lange Randsteine — „Seitdem habe ich Ruhe"

Für viele klassische Installationen sind 16 bis 20 cm eine sinnvolle Planungsgröße. Wer neu plant und den Platz hat, nimmt 20 cm.

An niveaugleichen, befahrbaren Übergängen ohne hohes Hindernis fällt das Maß kleiner aus — dort darf das Gehäuse überragen. Auch hier gilt: Das konkrete Maß muss aus dem Handbuch des Geräts kommen.

Die Fugenregel: ein breiter Stein schlägt zwei schmale

Es liegt nahe, zwei 10-cm-Steine nebeneinander zu legen statt einen breiten zu kaufen. Das Ergebnis ist schlechter, und zwar aus einem Grund, den kein Herstellerratgeber nennt: In der Fuge zwischen den beiden Steinreihen wächst Unkraut — mitten auf der Fahrspur, die der Roboter jeden Tag befährt.

Ein einzelner breiter Stein hat diese Längsfuge nicht. Und wer ihn in 1 m Länge kauft statt in 25 cm, reduziert zusätzlich die Querfugen auf ein Viertel.

Fairerweise: Ob und wie stark Unkraut in einer Fuge wächst, hängt auch vom Fugenmaterial und der Verlegeart ab. Die Regel ist eine Erleichterung, keine Garantie.

Ein Kostentrick aus der Praxis

Flache Steine in 20 cm Breite sind vergleichsweise teuer. Ein Forumsnutzer hat stattdessen klassische Randsteine mit 100 cm Länge, 20 cm Höhe und 8 cm Stärke flach verlegt — die 20 cm Höhe werden dabei zur Fahrbreite.

Der Nachteil: Man muss deutlich tiefer ausheben, damit sie ebenerdig liegen. Wer den Aushub ohnehin macht, spart hier spürbar Material.

Die Höhe: drei Fälle

Niveaugleich mit der Grasnarbe ist das Ziel und der unproblematische Fall.

Bis etwa einen Zentimeter Unterschied gilt der Übergang in den von uns ausgewerteten Unterlagen als befahrbar. Eine minimal tiefer liegende Kante kann dabei etwas Reserve gegen Frosthebung bieten. Entscheidend ist aber ein dauerhaft stabiler Unterbau, denn eine Kante kann sich sowohl heben als auch setzen.

Darüber gibt es keine pauschale Freigabe. Größere Stufen können dazu führen, dass Räder oder Gehäuse anstoßen, dass das Gerät aufsetzt oder dass es die Kante gar nicht mehr überfährt. Welche Stufe ein bestimmtes Gerät noch bewältigt, hängt an Bodenfreiheit, Schnitthöhe und Radgeometrie und steht im Handbuch.

Das nutzbare Fenster ist schmal — deshalb ist ein sauber verdichtetes Bett unter den Steinen wichtiger als das Material darüber. Eine Kante, die sich bewegt, verlässt dieses Fenster von selbst.

Welche Rasenkante ist die beste für einen Mähroboter?

Die Frage lässt sich beantworten, ohne ein Produkt zu nennen — über vier Eigenschaften, die man am Stein selbst nachmessen kann:

KriteriumAnforderung
Breiteso breit, dass das Rad sicher auf der Kante geführt wird; als Planung wird meist volle Radauflage angesetzt. 16 bis 20 cm sind verbreitet, das Maß des eigenen Geräts steht im Handbuch
Höhenstabilitätmuss dauerhaft nahezu niveaugleich bleiben — entscheidet der Unterbau, nicht der Stein
Tragfähigkeitträgt das Gewicht des Geräts, ohne sich zu setzen
Fugenarmutein Stein über die volle Breite, möglichst in 1 m Länge

Daraus folgt für die Funktion: Naturstein oder Beton in einem Stück. Für die Optik eine schmale Metallkante als Abschluss, davor die Fahrspur aus Stein.

Wir haben keine Rasenkante getestet und nennen keinen Sieger. Diese vier Kriterien stehen in Herstellerratgebern und in Praxisberichten übereinstimmend — was sie im Einzelfall bedeuten, hängt vom Untergrund und vom Gerät ab.

Materialien: was funktioniert und was nicht

Geeignet:

  • Naturstein und Beton. Von Navimow im eigenen Ratgeber als Goldstandard bezeichnet. Bei fachgerechtem Unterbau bieten sie eine sehr stabile, tragfähige Fahrspur — der Unterbau entscheidet mit, nicht der Stein allein.
  • Cortenstahl und andere Metallkanten. Biegbar für Kurven, optisch beliebt — die üblichen schmalen Ausführungen sind allein aber zu schmal zum Befahren. Sinnvoll als Abgrenzung in Kombination mit davorliegenden Mähsteinen.
  • Die Kombination aus schmaler Metallkante und breiter Fahrspur aus Stein bringt Optik und Funktion zusammen.

Ungeeignet:

  • Loser Rindenmulch. Als definierte befahrbare Mähkante ungeeignet: Je nach Gerät und Feuchte können die Räder einsinken oder Traktion verlieren. Im Roboter-Forum existiert ein eigener Thread zu einem Gerät, das sich darin festgefahren hat.
  • Schmale flexible Kunststoff-Steckkanten. Als Wurzelsperre und Abgrenzung sinnvoll, als befahrbare Fahrspur nicht — sie sind weder breit noch tragfähig genug.
  • Alles, was sich setzen oder verschieben kann. Die Höhentoleranz gilt dauerhaft, nicht nur am Tag der Verlegung.

Der Nebeneffekt, den kaum jemand einrechnet

Wer ein Gerät mit Begrenzungskabel hat, gewinnt durch die Kante ein zweites Mal.

Husqvarna schreibt an einem mindestens 5 cm hohen Hindernis 35 cm Kabelabstand vor; rund 20 cm bleiben dort ungemäht. An einem niveaugleichen, befahrbaren Übergang entfällt dieses hohe Hindernis — das Kabel darf näher an den Rand.

Als einfache Streifenrechnung: Gewinnt man dadurch 0,20 m auf 40 m Randlänge, sind das 0,20 m × 40 m = 8 m² zusätzlicher gemähter Randstreifen in dieser vereinfachten Rechnung. Bei Ecken und Kurven weicht die tatsächliche Fläche leicht ab.

Ein Praxisbericht bestätigt die Geometrie: Ein Nutzer mit einer 20 cm breiten Rasenkante, verlegt im vorgeschriebenen Abstand von 35 cm zur Wand, beschreibt, dass sein Gerät mit den Vorderrädern auf die Kante fährt und wenige Zentimeter vor der Wand stoppt. Genau so ist es gedacht.

Wichtig dabei: Derselbe Bericht warnt davor, den Roboter über lose oder unebene Steine fahren zu lassen — das rüttelt und erhöht den Verschleiß gegenüber einer glatten Fläche.

Welchen Abstand dein Gerät verlangt, steht in seinem Handbuch. Wie das Kabel im Einzelnen verlegt wird, steht in Mähroboter Begrenzungskabel verlegen.

Was das kostet

MaterialSpanne je laufendem Meter
Kunststoff-Rasenkante2 bis 3 €
Beton-Rasenkantensteine4 bis 6 €
Cortenstahl, 17,5 cm hochab rund 5 €
Holz und Palisaden6 bis 18 €
Cortenstahl, 27,5 cm hochrund 13 bis 19 €
Naturstein und Granit10 bis 20 €, hochwertige Ausführungen 40 bis 50 €
Splitt und Verdichtungsmaterial2 bis 3 € zusätzlich

Ein Vorbehalt, der wichtig ist: Diese Spannen gelten für Rasenkantensteine allgemein. Die für Mähroboter nötigen breiten Varianten liegen am oberen Ende oder darüber — genau deshalb ist der Kostentrick mit den flach verlegten Randsteinen so verbreitet.

Beispielrechnung für 40 laufende Meter in Eigenleistung, mit Beton-Mähkante:

  • Steine, 4 bis 6 € je Meter: 160 bis 240 €
  • Splitt und Verdichtungsmaterial, 2 bis 3 € je Meter: 80 bis 120 €
  • Summe Material: rund 240 bis 360 €

Wer setzen lässt, rechnet zusätzlich mit 10 bis 20 € je Meter für einfaches Setzen und 20 bis 40 € je Meter, wenn die Steine einbetoniert werden. Bei 40 Metern kann der Arbeitslohn damit deutlich über den Materialkosten liegen.

Rasenkante verlegen: die Arbeitsschritte

Der Ablauf ist bei Beton- und Natursteinkanten gleich. Das folgende Beispiel folgt einer veröffentlichten Verlegeanleitung und rechnet mit einem 10 cm hohen Stein, der bündig liegen soll. Für ein konkretes Steinsystem gilt dessen eigene Verlegeanleitung.

  1. 1

    Abstecken

    Verlauf mit Maurerschnur oder Markierungsspray festlegen. Bei geraden Strecken die Schnur straff spannen — sie ist später die Höhenreferenz.

  2. 2

    Graben ausheben

    Die Tiefe ergibt sich aus Steinhöhe plus Bettung. Für das hier zugrunde gelegte Beispiel mit 10 cm hohem Stein und mindestens 5 cm Bettung sind rund 15 bis 18 cm Aushub nötig. Bei flach verlegten 20-cm-Randsteinen entsprechend mehr.

  3. 3

    Untergrund verdichten

    Mit einem Erdstampfer verfestigen. Dieser Schritt wird gern übersprungen und ist der Grund, warum Kanten nach zwei Jahren absacken — und dann verlässt die Fahrspur ihr Höhenfenster.

  4. 4

    Bettung auffüllen

    Im zugrunde gelegten Beispiel erdfeuchter Magerbeton von mindestens 5 cm Stärke. Alternativ kann eine fachgerecht verdichtete Splittbettung verwendet werden, sofern Steinformat und Untergrund das zulassen. Welche Bauweise vorgesehen ist, steht in der Verlegeanleitung des konkreten Steinsystems.

  5. 5

    Steine setzen

    Mit dem Pflasterhammer auf Höhe klopfen, mit der Wasserwaage prüfen. Das ist der Schritt, an dem sich alles entscheidet. Ziel ist nahezu niveaugleich mit der künftigen Grasnarbe — nicht mit dem heutigen Bodenniveau, das nach dem Auffüllen anders liegt.

  6. 6

    Erde auffüllen

    Seitlich anfüllen, etwa 3 bis 4 cm unter der Oberkante der Mähkante. Der Rasen wächst dann bis an den Stein heran, ohne darüberzuwuchern.

  7. 7

    Aushärten lassen

    Vor der ersten Belastung die Aushärtezeit einhalten, die das verwendete Bettungs- und Fugenmaterial angibt. Sie unterscheidet sich je nach Produkt und Witterung.

  8. 8

    Verfugen

    Einen Fugenmörtel verwenden, der zu Steinformat, Fugenbreite und Unterbau passt, und ihn nach Herstellerangabe verarbeiten. Das ist der Schritt gegen den Unkrautbewuchs, der die Fugenregel weiter oben entschärft.

Werkzeug: Spaten, Schaufel, Maurerschnur, Erdstampfer, Pflasterhammer, Wasserwaage, Zollstock, Maurerkelle. Bei größeren Strecken ein Betonmischer, für Zuschnitte ein Winkelschleifer.

Kurven

Geschwungene Kanten brauchen trapezförmige Steine oder quadratische Steine, deren Fugen sich nach dem Ziehharmonika-Prinzip öffnen. Rechteckige Steine quer zu verlegen erzeugt zusätzliche Fugen und sieht in der Kurve unruhig aus.

Für enge Radien sind Metallkanten im Vorteil — sie lassen sich biegen. Dann aber als Abgrenzung mit davorliegender Fahrspur, nicht als Fahrspur selbst.

Die Alternative: Geräte mit Kantenmähfunktion

Statt zu bauen, kann man ein Gerät kaufen, das näher an die Kante kommt. Dahinter stecken vier verschiedene Bauarten:

  • Fadentrimmer — ein seitlich montiertes Modul mit rotierendem Nylonfaden. Schneidet, ohne dass das Gehäuse die Wand berührt.
  • Verschiebbarer Mähteller — die Schneidscheibe fährt im Kantenmodus elektrisch nach außen.
  • Seitliches Zusatzmodul — eine eigene kleine Klingenscheibe unter dem Gehäuserand.
  • Software-Offset — gar keine Mechanik, sondern ein reduzierter Sicherheitsabstand in der App.

Wie weit Fadentrimmer, ausfahrende Mähteller und seitliche Zusatzmodule tatsächlich an den Rand kommen, hängt an ihrer Geometrie — das ist eine Frage des einzelnen Geräts, nicht der Bauart. Ein reiner Software-Offset dagegen verschiebt kein Messer; er verändert nur die Fahrposition.

Der Preis der Null-Zentimeter-Lösung

Ein Fadentrimmer arbeitet mit einem frei rotierenden Nylonfaden statt mit einer gekapselten Schneidscheibe und ist im Betrieb deutlich hörbar.

Für Wohngebiete mit Ruhezeiten ist das relevant. Wer den Trimmer nutzen will, sollte vor dem Kauf klären, ob er sich unabhängig vom Mähbetrieb abschalten oder zeitlich begrenzen lässt — diese Angabe steht bei den wenigsten Herstellern im Datenblatt.

Was sonst noch am Rand entscheidet

Die Randsteigung. Hat das Grundstück eine Böschung an der Grenze, gilt dort ein eigener Grenzwert: Der beworbene Steigungswert gilt für die Fläche, nicht für den Rand. Die Zahlen stehen in Mähroboter für Hanglage.

Der Platz für die Ladestation. Auch sie braucht einen ebenen, tragfähigen Untergrund — und mehr Freiraum, als die Station selbst misst. Siehe Mähroboter-Ladestation außerhalb des Rasens.

Der Durchgang zwischen zwei Rasenbereichen. Was dort an Breite und Länge zulässig ist, steht in Mähroboter für kleinen Garten und in Mähroboter für 1000 qm ohne Begrenzungskabel.

Wer eine Garage plant, gräbt ohnehin: Untergrund, Splitt und Verdichten sind dieselben Arbeitsschritte wie hier. Siehe Mährobotergarage selber bauen.

Häufige Fragen

Wie breit muss die Rasenkante für einen Mähroboter sein?

So breit, dass das Rad sicher auf der Kante geführt wird; als praktische Planung wird meist eine vollständige Radauflage angesetzt. In den ausgewerteten Praxisempfehlungen liegt eine verbreitete Planungsgröße bei 16 bis 20 cm, ein allgemeines Hersteller-Mindestmaß ist das aber nicht. Das konkrete Maß hängt an Radstand, Gehäuseüberhang und dem Abstand, den der Hersteller zu hohen Hindernissen verlangt — und steht im Handbuch des Geräts.

Wie hoch soll die Rasenkante liegen?

Niveaugleich mit der Grasnarbe ist das Ziel. Als noch befahrbar gilt in den ausgewerteten Unterlagen ein Höhenunterschied um etwa einen Zentimeter. Bei größeren Stufen können Räder oder Gehäuse anstoßen oder die Kante wird nicht mehr überfahren. Entscheidend ist ein dauerhaft stabiler Unterbau, denn eine Kante kann sich heben und setzen.

Welche Rasenkante ist die beste für einen Mähroboter?

Für die Funktion Naturstein oder Beton in einem Stück, breit genug für eine sichere Radführung und möglichst 1 m lang. Entscheidend sind vier Eigenschaften: ausreichende Breite, dauerhafte Höhenstabilität, Tragfähigkeit und möglichst wenige Fugen. Wir testen keine Produkte und nennen keinen Sieger.

Können Mähroboter Rasenkanten schneiden?

Nur mit einer eigenen Kantenmähfunktion, und dahinter stecken vier verschiedene Bauarten. Wie nah Fadentrimmer, ausfahrende Mähteller und seitliche Zusatzmodule an den Rand kommen, hängt am einzelnen Gerät. Ein reiner Software-Offset verschiebt dagegen kein Messer — er setzt eine befahrbare Kante voraus.

Wie viel Rasen bleibt an einer Mauer ungemäht?

Husqvarna nennt in den Betriebsanleitungen mehrerer Automower-Modelle für ein mindestens 5 cm hohes Hindernis einen Kabelabstand von 35 cm und rund 20 cm, die dort nicht gemäht werden. Bei anderen Herstellern und Navigationsarten gelten eigene Werte.

Was kostet eine Rasenkante für den Mähroboter?

Bei 40 laufenden Metern in Eigenleistung rund 240 bis 360 € Material für eine Betonkante. Setzen zu lassen kostet zusätzlich 10 bis 40 € je Meter. Das sind Marktspannen von August 2026, keine Tagespreise.

Reicht eine Metallkante allein?

Zum Befahren in aller Regel nicht — die üblichen schmalen Cortenstahl-Kanten sind wenige Zentimeter breit. Sie grenzen ab, sie tragen kein Rad. Sinnvoll ist die Kombination: Metallkante als Abschluss, davor eine Fahrspur aus Stein.

Funktioniert Rindenmulch als Randstreifen?

Als definierte befahrbare Mähkante ist loser Rindenmulch ungeeignet — je nach Gerät und Feuchte können die Räder einsinken oder Traktion verlieren.

Muss die Kante einbetoniert werden?

Nicht zwingend. Eine fachgerecht verdichtete Splittbettung kann ausreichen, sofern Steinformat und Untergrund das zulassen. Welche Bauweise vorgesehen ist, steht in der Verlegeanleitung des Steinsystems.

Lohnt sich die Kante, wenn mein Gerät Kantenmähfunktion hat?

Das hängt an der Bauart. Bei einem Fadentrimmer meist nicht. Bei einem Software-Offset ist die Kante Voraussetzung dafür, dass die Funktion überhaupt etwas bringt.

Welche Farbe soll die Kante haben?

Eine Funktionsfrage ist das nicht — Anthrazit und Grau sind am gängigsten, weil sie neben Rasen unauffällig bleiben. Wichtiger als die Farbe ist, dass die Oberfläche eben ist und Wasser abläuft.

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